Kragenhechel
Kragenhecheln bestehen aus Federn oder Fiberbündeln die um die Achse des Hakenschenkels gewickelt werden. Die bekanntesten Kragenhecheln sind die Hecheln, die in aneinander liegenden Windungen vom Anfang des Flügels (auch virtuell) Richtung Hakenöhr gebunden werden, (Trockenfliegen) oder einige Windungen hinter hinter dem Öhr (Nassfliegen). Die Kragenhechel bei Trockenfliegen wird so gebunden, dass die Hechelfibern senkrecht vom Hakenschenkel abstehen und dabei die Fliege auf der Wasseroberfläche stützen. Bei Nassfliegen und Streamern zeigen die Hechelfibern normalerweise in Richtung Hakenbogen, sie haben dann auch mehrere Funktionen, Hecheln geben der Fliege Farbe und Bewegung , imitieren Beine oder halten kleine Luftblasen fest, wie es bei aufsteigenden Insektenlarven der Fall ist. Die Techniken für Nassfliegen und Nymphen sind im Artikel Softhackles genau beschrieben.
In diesem Artikel beschreibe ich andere Techniken und verweise auf schon vorgestellte Techniken. In den folgenden Register Tabs finden Sie die Grundlagen der Hechelmontage.
Danach zeige ich Ihnen folgende Techniken für Hecheln:
Die richtig und sauber gebundene Hechelbasis sorgt für eine gleichmäßige Hechelwicklung. Einer der häufigsten Anfängerfehler ist die unsauber oder unachtsam gebundene Hechelbasis. Die Hechelbasis muss eine ebene, dabei sich auch eventuell verjüngende Wicklung sein. Stufen sind absolut zu vermeiden, denn dann spreizen sich die Fibern unkontrolliert. Stufen treten besonders häufig beim Einbinden von Flügeln auf.
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Für die Gestaltung der Fliege ist die Richtung des Einbindens der Hechel von großen Einfluß. Früher band man die Feder fast immer mit der Außenseite zum Hakenöhr ein, heute gilt das vor allem für Nassfliegen und Nymphen, bei denen eine umgekehrte Orientierung meist kaum Sinn macht. Trockenfliegenhechel kann man wahlweise mit beiden Seiten zum Öhr hin einbinden. Es gibt dann nur einen Unterschied im Aussehen, der aber bei genetischen Hecheln nicht sehr groß ist.
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Es gibt einige Arten, die Feder am Hakenschenkel zu montieren, meist ist die Methode Geschmacksache, manchmal ist eine bestimmte Montageart notwendig. Die hier gezeigten Methoden sind universell einsetzbar. Bei allen hier gezeigten Methoden kann die Hechel überall am Hakenschenkel montiert werden. Beachten Sie, dass die Fibern erst einige Millimeter über der Montagestelle beginnen. Anderen falls können sie sich in irgendeine Richtung spreizen
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Es gibt noch zwei weitere grundlegende Arten eine Feder einzubinden, die eine ist die Feder mit der Spitze einzubinden, was besonders bei weichen Hecheln (Softhackles) verbreitet ist. Die meisten Feder von Hühnerartigen weisen unten einen starken Stamm auf, der sich bis zur Spitze stark verjüngt, dieser starke Stamm behindert durch seine Stärke das Einbinden und trägt zu stark auf. Diese Federn bindet man mit der Spitze voran ein. Manche Bindeweisen von Trockenfliegenhecheln bedingen ebenfalls ein Einbinden mit der Spitze voran.
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Palmerhecheln, die nach vorne zum Öhr gebunden werden benötigen ein wenig Beachtung beim Einbinden. Damit die Fliege im Endeffekt gut aussieht sollte der Körper hinter der Hechelfeder zum Hakenbogen hin beginnen.
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Manche Fliegen verlangen eine zweifarbige Hechel oder eine sehr dichte Hechel aus zwei oder drei Federn. Im Prinzip sind die gleichen Montagemethoden zu verwenden wie bei der Montage einer einzelnen Hechelfeder. Die Hechelfedern werden im allgemeinen einzeln nacheinander gewickelt, beide gleichzeitig zu wickeln funktioniert meist nur mit einem Rotationsbindestock. Die am nächsten zum Öhr liegende Feder wird als erstes gewickelt. Die erste Methode ist das senkrechte einbinden der Federn
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Früher war die Verwendung von doppelten Hecheln auch in nur einer Farbe sehr gängig, denn die Qualität der Federn war gering. Bei großen Trockenfliegen Fliegen der Größen 10 und größer benötigen auch heute manchmal noch eine doppelte Hechel. Heute verwendet man die doppelte Hechel meist mit zwei verschieden farbigen Hecheln. Eine der beliebtesten Fliegen mit zwei verschieden farbigen Hecheln ist die Adams, die eine braune und eine Grizzly Hechel verlangt. Neuerdings gibt es auch Ansätze zwei verschieden lange Hecheln für eine Fliege zu verwenden. Man sollte sich auch über die Anzahl der zu bindenden Windungen im klaren sein. Bei einer normal dichten Trockenfliege binde ich 6-7 Windungen einer einfachen Hechel. Bei einer zweifarbigen mit gleicher Dichte macht man nur 3-4 Windungen mit jeder Hechelfeder.
Die Technik des Wickelns ist unter doppelter Hechel beschrieben.
Die zweite Methode für doppelte Hechelfedern ist das Einbinden der Federn parallel zum Hakenschenkel. Die Lage der Federn ist frei wählbar, sie könne zum Öhr hin liegen oder zum Hakenbogen.
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Hat man einen Flügel, so ist es oft besser, die Federn getrennt einzubinden Dazu gibt es eine schöne Lösung vom amerikanischen Binder Skip Morris.
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Die Technik des Wickelns ist unter doppelter Hechel beschrieben.
Bis vor kurzem band ich die Hechel einfach ab und schnitt den Überstand am Öhr ab. Dann sah ich in einem Bindevideo von Al Beatty, der zeigte, wie man einen schöneren Abschluss der Hechel und damit ein schöneres Köpfchen der Fliege hinbekommt.
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Vor den Artikeln der Palmerhecheln, kam ich an ein Problem, mit dem ich mich noch nicht beschäftigt hatte, dem Falten von Hechelfedern. Bei Hecheln, die mit der Spitze eingebunden werden und bei Nassfliegenhecheln bietet es sich an, die Hechl zu falten, damit die Fibern in eine Richtung schauen. Diesmal konnte mir die Benchside Reference keine befriedigende Antwort geben. Dank des Fliegenfischer-Forums kam ich auf zwei Techniken, die funktionieren. Bei beiden Techniken wird die Feder zuerst am Hakenschenkel eingebunden. Die erste Technik ist das Falten mit den Fingern.
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Die zweite Art Federn zu falten ist mit der einer Kante (nicht der Schneide) einer Schere. Diesen Tipp habe ich von Gerd Peter Wieditz, der mich extra dafür angerufen hat, danke für den Anruf. Die Technik ist bei den Lachsfliegenbindern sehr bekannt und funktioniert sehr gut.
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Marco Reisen hat mir eine Fotoserie über das Falten von Federn gesendet, die ich euch nicht vorenthalten will. Er zeigt sehr schön wie man eine Feder faltet. Das Ganze als Ergänzung zu den anderen beiden Methoden.
Marcos Beschreibung: “Habe dir mal auf die schnelle ein paar Bilder gemacht, es kommt darauf an das du die Fibern gleichzeitig nach hinten ziehst und nach unten, dadurch bleiben die dann gefaltet, der Fachausdruck ist Doppeln -> eine Feder wird gedoppelt <- steht meistens in Anleitungen drin, wenn du die Fingerspitzen etwas feucht machst, nicht nass merkste das du die Fibern besser ziehen kannst.
Man kann es vor dem Binden machen, oder danach, je nach Geschmack, ich verwende dann immer eine Hechelklemme damit die Feder nicht abrutscht, ist nur Übung.. Nicht jede Feder lässt sich gleich gut doppeln oftmals bei z. B. steiferen Fibern ist das entandene V größer. Ich streife auch beim Einbinden immer die Fibern nach hinten, und achte darauf das der Kiel schon sauber nebeneinander liegt :-)”
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