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Hechelfedern für Trockenfliegen

  • Hechelfedern

    Hechelfedern für Trockenfliegen

    HechelnDie meisten Binder verwenden Hecheln für Trockenfliegen. Es ist ein Thema, das wohl  immer aktuell ist und nie zuvor hat es so viele gute Hechelfedern gegeben wie heute. Auf dem Markt gibt es “genetische” und “nicht genetische” Hecheln. Der Ausdruck “genetisch” ist etwas verwirrend, hat aber nichts mit Genmanipulation zu tun, es handelt sich um hochentwickelte Zucht, wie sie heute auch in anderen Bereichen üblich ist. Tom Whiting schrieb eine Doktorarbeit darüber. Die genetische Hecheln stammen aus Zuchten in den USA und Kanada, Whiting, Metz und Keough sind die wohl bekanntesten. Die genetischen Federn sind besonders für Anfänger die am leichtesten zu verarbeitenden Federn. Die Farben sind aber mittlerweile so standardisiert, dass man damit keine besonderen farblichen Effekte mehr erzielt. Es gibt ein paar ältere genetische Linien, die schönere Farben haben, wie Collins, Herbert Miner (Whiting) oder Conranch.
    Im Handel sind auch noch Bälge aus China und Indien, die Qualitäten sind extrem unterschiedlich, haben aber oft schöne Farben. Man sollte diese Bälge auf keinen Fall unbesehen im Versand kaufen. Anfängern kann ich diese Bälge nicht empfehlen. Vorsicht ist bei diesen Bälgen auch aus hygienischen Gründen geboten. In China und Indien bekommt man schnell das benötigte Gesundheitszeugnis für den Export nach Europa.

    Man unterscheidet zwei Arten von Trockenfliegenhecheln:

    • Halshecheln (Cape): Auf dem Bild die senkrecht stehenden Federn. Die Bälge bieten das breiteste Spektrum an Federgrößen und sind dann besonders geeignet, wenn man viele verschiedene Größen benötigt. Auf dem Bild sehen Sie 4 verschiedene Hecheln unterschiedlicher Herkunft. Die linke, braune Hechel ist eine genetische Hechel aus einem Whiting Balg und hat sehr viele steife Fibern, kaum Flaum und einen dünner Kiel. Die zweite, braune Furnace Hechel ist aus einem Conranch Balg und besitzt etwas mehr Flaum und nicht so steife Fibern. Die nächste aus einem guten nicht genetischen Balg, der von einem Freund in Bosnien gezüchtet wurde, die Qualität ist dabei genauso wie beim Conranch Balg. Die braune rechts ist aus einem indischen Balg und außer für Schwänzchen nicht zu gebrauchen.
    • Sattelhecheln (Saddle): Die Hechel, die im Bogen um die anderen liegt ist eine genetische Sattelhechel aus einem Whiting Balg. Sattelhecheln besitzen meist sehr dünne Kiele, sehr dichte Fibern und sind meist sehr lang, das macht sie sehr gut für Trockenfliegen geeignet. Aus einer Feder kann man oft viele Fliegen binden. Die Sättel haben aber für den Wenigbinder oft den Nachteil, dass Sie meist fast nur Federn für zwei Hakengrößen beinhalten. Bei Whiting weisen die Sattelbälge eine Tendenz zu kleinen Hakengrößen auf, außerdem kann man die Hecheln nicht für eine bestimmte Größe kaufen. Keough Sättel sind bekannt für gute Streamerhecheln (Wooley Bugger), mittlerweile gibt es aber auch sehr schöne Sättel für Trockenfliegen mit Hecheln der Größen 10-14, das gleiche gilt für Whiting Pro Grade, die aber meist nicht unter dem Whiting Label verkauft werden (Whiting Pro Grade). Wen jetzt auch viele anderer Meinung sind, würde ich Keough Trockenfliegensättel oder Whiting Pro Grade für die Binder empfehlen, die meist in den Größen 10-14 binden. Von den 100er Packs Hechelfedern rate ich ab, sie sind zu teuer.

     

  • Hechelgrößen
  • Vorbereitung der Hechel
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